Effizienzschraube Druckluft
Technologie von Atlas Copco leistet Beitrag zur ISO 50001 und DIN EN 16247
Wer ein Energiemanagementsystem einführt, spart auf mehreren Ebenen. Zum einen locken Steuersenkungen und eine Reduzierung der EEG-Umlage, zum anderen lässt sich der Energieverbrauch mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung im Schnitt um 30 % senken. Diese Maßnahmen sind zum Teil förderfähig, wie etwa eine Modernisierung der Druckluftversorgung. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Ist-Analyse sowie der Erstellung effizienter Konzepte.

Bild: Karsten Decker, Teamleiter Energieberatung bei Atlas Copco in Essen und Europäischer Energieberater (IHK)

„Die Themen Energiemanagement nach ISO 50001 und Energieaudits gemäß EN 16247 stehen bei vielen unserer Kunden auf der Tagesordnung“, erklärt Karsten Decker, Teamleiter Energieberatung bei Atlas Copco in Essen. „Dabei spielt die Druckluft eine wichtige Rolle; denn mit einer zeitgemäßen, effizienten Druckluftversorgung können wir erheblich dazu beitragen, die gesteckten Energiesparziele zu erreichen.“

Das Kyoto-Protokoll sieht eine Reduktion der Kohlendioxid-Emissionen um 40 % bis zum Jahr 2020 (im Vergleich zu 1990) vor. Um diese Forderung umzusetzen, sind alle Nicht-KMU (Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern oder 50 Millionen Euro Umsatz) seit dem 5. Dezember 2015 dazu verpflichtet, ein Energieaudit durchzuführen oder ein Energiemanagementsystem zu etablieren. „Um Anreize hierfür zu schaffen, sind Energiemanagementsystem und Audit Bedingung dafür, dass Unternehmen Steuerreduzierungen und andere Vergünstigungen in Anspruch nehmen können.“ So ist beispielsweise die teilweise Rückerstattung der EEG-Umlage an die Einführung eines Energiemanagementsystems oder eines Energie-Audits gekoppelt. Mit der EEG-Umlage können auch mittlere Unternehmen schon rund 60.000 Euro pro Jahr einsparen.

Erst Energieflüsse klären, dann über Einsparmöglichkeiten entscheiden


„Die Systeme eignen sich auch für kleine und mittlere Unternehmen“, betont Karsten Decker. Dabei empfehle sich das Energie-Audit für kleine oder Kleinstunternehmen. „Beim Audit wird nur der Ist-Zustand erfasst, also die verbrauchte Energie für die unterschiedlichen Unternehmensbereiche“, erläutert er. „In einer Lackiererei mit 100 Mitarbeitern, die vom Umsatz her noch als KMU gilt, würde sich bereits ein Energiemanagementsystem bezahlt machen.“ Erst, wenn man Energieverbräuche erkannt und aufgeschlüsselt habe, wo die Energie hingehe, könne man über Einsparmöglichkeiten nachdenken. Diese könnten die Modernisierung der Beleuchtung sein, der Austausch von Pumpen und Motoren oder die Optimierung der Druckluftversorgung.

Effizientere Druckluftversorgung von der Erzeugung bis zu den Verbrauchern

Wenn die Modernisierung des Druckluftsystems ansteht, gibt es viele Ansatzpunkte, um die Effizienz zu verbessern. Nicht nur Erzeugung und Aufbereitung müssen betrachtet werden, sondern auch die Druckluftverteilung und die verschiedenen Abnehmer. Viele Verluste kommen auch durch Leckagen im Druckluftnetz zustande. Mit speziellen Ortungsgeräten können diese schnell und sicher aufgespürt und anschließend verschlossen werden. Eine weitere Möglichkeit zur Effizienzsteigerung ist die Druckabsenkung sowie eine Reduzierung von Druckschwankungen. Dies kann durch Einsatz einer übergeordneten Steuerung erreicht werden. Last but not least seien der Einsatz moderner Erzeugungs- und Aufbereitungstechnik sowie eine Wärmerückgewinnung zu empfehlen, um Energie zu sparen.

Wir haben hocheffiziente drehzahlgeregelte Kompressoren und Trockner (wie oben im Bild), Systeme zur Energierückgewinnung und übergeordnete Steuerungen im Programm. Für viele Komponenten und Maßnahmen stehen Fördergelder zur Verfügung.


Mit innovativen Technologien und Serviceleistungen Energie sparen

Unser Technologie-Portfolio reicht von hocheffizienten drehzahlgeregelten Kompressoren und Trocknern über Systeme zur Energierückgewinnung und übergeordnete Steuerungen bis hin zum Rohrleitungssystem AirNet, das auf eloxierten Aluminiumkomponenten basiert. Der Anwender profitiert von einer schnellen und einfachen Installation, einem leckagefreien Betrieb sowie einem niedrigen Reibwert und entsprechend geringen Druckverlusten.

Darüber hinaus bieten wir Ihnen verschiedene Dienstleistungen an, mit denen ebenfalls an der Effizienzschraube Druckluft gedreht werden kann. „Mit dem sogenannten AirScan analysieren wir ein vorhandenes Druckluftsystem, wir identifizieren Schwachstellen und besondere Ereignisse, die energetisch kritisch sind“, beschreibt Karsten Decker eines der Instrumente. Der AirScan wird häufig im Vorfeld der Auslegung von Neuanlagen genutzt, aber auch um mehr Informationen über ein vorhandenes Druckluftnetz zu erhalten. Außerdem hilft er, ein Energieaudit zu bestehen, indem die einzelnen Druckluftverbräuche sowie deren Entwicklung dokumentiert werden.

Ein weiteres Produkt zur Effizienzsteigerung ist unser Service Smartlink Energy. Das internetbasierte Datenüberwachungsprogramm unterstützt Sie dabei, einen besseren Überblick über den individuellen Wartungsbedarf Ihrer Druckluftanlage zu erhalten, die Produktion verfügbar zu halten und den Energieverbrauch – und damit die Betriebskosten – so weit wie möglich zu senken. „Smartlink Energy benachrichtigt den Anwender über den Zustand seiner Kompressoren sowie über Störungen“, erläutert Decker. „Auf Kundenwunsch analysieren wir auch die Maschinendaten und können Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen.“

Smartlink Energy dokumentiert alle Messwerte

Haben Sie bereits ein Energiemanagementsystem etabliert, können zudem die geforderte Visualisierung, Datenaufzeichnung und Dokumentation über Smartlink Energy erfolgen. „Das System erzeugt einen Bericht, der direkt im Energiemanagementsystem als Report genutzt werden kann“, erklärt Decker. „Über die Lizenz für Smartlink Energy hat das Unternehmen Zugriff auf einen externen Server, auf dem die aufbereiteten Daten individuell abgerufen werden können.“

Mit unserem Service Smartlink Energy können Sie die Effizienz Ihrer Druckluftversorgung steigern.


Vom Start der Planung bis hin zur Inbetriebnahme der Druckluftanlage und zum anschließenden Service stehen wir Ihnen zur Seite. Wird die Effizienz mit der Neuanlage deutlich gesteigert, lohnt auch ein Blick auf mögliche Fördergelder. So hat die Bundesregierung einen Energieeffizienzfonds zur Förderung der rationellen und sparsamen Energieverwendung aufgelegt. Auf dessen Grundlage werden hocheffiziente Querschnittstechnologien über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Das Programm, das zunächst kleinen und mittleren Unternehmen vorbehalten war, richtet sich seit seiner Aktualisierung im Mai 2016 an Gewerbe- und Industriebetriebe aller Größenklassen mit einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland sowie an Energiedienstleister. Die neue Förderrichtlinie gilt bis Ende 2019.

Wir unterstützen Sie sowohl bei der Konzeption eines förderfähigen Komplettsystems als auch bei den Vorbereitungen für eine Antragstellung. „Um das Energieeinsparungskonzept zu erstellen, muss bekannt sein, wie viel das aktuelle System verbraucht, denn nur so kann man die eingesparten 25 Prozent nachweisen“, erklärt Karsten Decker.

Den vollständigen Beitrag finden Sie in den Druckluftkommentaren 02/2017.
Fordern Sie gerne Ihr kostenloses Exemplar bei uns an.
Technologien und Serviceleistungen von Atlas Copco für eine effiziente Druckluftversorgung
Hocheffiziente drehzahlgeregelte Kompressoren beispielsweise aus den Serien GA VSD oder GA VSD+
Hocheffiziente drehzahlgeregelte Trockner
Rückgewinnung der Kompressionswärme über integrierte Wärmetauscher oder externe Energy-Recovery-Systeme (ER)
Rohrleitungsinstallationssystem AirNet aus eloxiertem Aluminium
AirScan zur Analyse des Ist-Zustands im bestehenden Druckluftsystem und zum Nachweis von Effizienzsteigerungen
Die Software Smartlink Energy gibt Auskunft über den individuellen Wartungsbedarf der Druckluftanlage, analysiert kontinuierlich den Stromverbrauch und übernimmt Visualisierung, Datenaufzeichnung und Dokumentation gemäß ISO 50001

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